Ungarische Kriegslist (9–10. Jahrhundert)

Ungarische Kriegslist (9–10. Jahrhundert)

Diese List wurde lange sehr erfolgreich von den berittenen Nomadenvölkern angewandt.

Geschichte

Schlagwörter

Kriegslist, Trick, weglaufen, Armee, Schlacht, Streitmacht, Taktik, Ungarisch, Reiter, leichtbewaffneter Reiter, Pfeilregen, Nomade

Verwandte Extras

3D-Modelle

Ungarische Kriegslist

  • im Hinterhalt befindliche Reiter
  • feindliche Reiter
  • linker Flügel
  • Haupttruppe
  • rechter Flügel

Ungarische Reiter

  • im Hinterhalt befindliche Reiter
  • feindliche Reiter
  • linker Flügel
  • Haupttruppe
  • rechter Flügel

Verlauf der Schlacht

Narration

1. Phase

Die Ortswahl spielte eine wichtige Rolle für die Durchsetzung der ungarischen Taktik. Die aus einem rechten Flügel, der Haupttruppe und einem linken Flügel bestehende ungarische Reiterei nahm gegenüber dem Feind Aufstellung. Währenddessen hielten sich rechts und links vom Schlachtfeld zwei weitere ungarische Truppenteile versteckt. Die ungarischen leichten Reiter ließen zu Beginn der Schlacht einen Pfeilregen auf die feindlichen Truppen niederregnen, dem folgte der Frontalangriff. Nach kurzer Zeit simulierte der rechte und linke Flügel der Ungarn die Flucht und zog sich zurück.

2. Phase

Kurz darauf wendete auch die ungarische Haupttruppe und schloss sich den die Flucht vortäuschenden Truppenteilen an. Als Teil des Kampfstils der leichten Reiterei drehten sich die Reiter in ihrem Sattel nach hinten und schossen mit Pfeilen auf die sie verfolgenden, siegestrunkenen Feinde. Die schnellen ungarischen Flügel vollführten eine Zangenbewegung in Form eines Halbkreises, sodass sie hinter die Feinde gerieten.

3. Phase

Plötzlich drehte sich die fliehende ungarische Haupttruppe den Feinden zu, die gleichzeitig von den ungarischen Flügeln, die die Zangenbewegung beendeten, von hinten angegriffen wurden. Nun traten auch die bis dahin im Hinterhalt ausharrenden ungarischen Truppenteile dem Gefecht bei, sodass die feindliche Armee in eine Falle geriet, denn sie war den Angriffen von allen Seiten ausgesetzt. Die Ungarn töteten nach und nach die eingekesselten Feinde.

4. Phase

Der Feind versuchte natürlich, aus dem Ring der Ungarn auszubrechen. Doch auch wenn es einigen gelang durchzukommen, bedeutete das nicht, dass sie in Sicherheit waren. Denn ein weiteres Element der Kampftaktik der Nomaden war die Verfolgung der fliehenden Feinde. Dies wurde von den Ungarn auf ihren schnellen Pferden meist erfolgreich angewandt.

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