Syrisches Wasserrad (Hama, 13. Jahrhundert)

Syrisches Wasserrad (Hama, 13. Jahrhundert)

Die mittelalterlichen syrischen Wasserräder beförderten das Wasser auch in weit entfernte Gebiete.

Geschichte

Schlagwörter

syrisch, Hama, Wasserrad, Wasserförderung, Wasserversorgung, Orontes, Damm, Schleuse, Schaufel, Kanal, Fluss

Verwandte Extras

3D-Modelle

Wasserräder

  • Wasserleitung - Diese steinernen, gewölbten Bauwerke waren in der Regel mehrstöckig gebaut. Der entsprechende Neigungswinkel gewährleistete, dass das Wasser auch über größere Entfernungen hinweg befördert werden konnte.
  • Wasserrad - Damit wurde das Wasser aus dem Fluss in die Wasserleitung geschöpft.

Wasserlaufregulierung

  • Damm - Damit wurde das Wasser des Flusses aufgestaut, wodurch dessen Wasserfluss reguliert werden konnte.
  • Schleuse - Mit ihr wurde die zu den Rädern strömende Wassermenge reguliert.
  • Achse
  • Kanal - Sie waren künstlich angelegt und leiteten das Wasser zu den Rädern.
  • Fluss - Die berühmtesten arabischen Wasserräder waren in der Stadt Hama, am Fluss Orontes, in Betrieb.

Wasserschöpfen

  • Schaufel - Das Flusswasser strömte dagegen und versetzte so das sich um die horizontale Achse drehende Rad in Bewegung.
  • Gefäße - Sie waren zwischen den Schaufeln montiert, das Wasser floss beim Eintauchen hinein. Sie waren so konstruiert, dass das Wasser beim Heben nicht herausfließen konnte. Erst beim Erreichen der höchsten Stellung des Rades strömte das Wasser durch die Öffnungen in die Wasserleitung.
  • Kanal
  • Wasserleitung

Animation

Narration

Die Wissenschaftler der arabischen Welt bereicherten im Mittelalter die Kultur mit zahlreichen großartigen Erfindungen. Die Werke und Innovationen der Erfinder flößen dem Betrachter auch heute noch Respekt ein. Solch eine Erfindung war auch das syrische Wasserschöpfrad, mit dem das Flusswasser mit Leichtigkeit in einen Wasserspeicher oder in eine Wasserleitung geschöpft werden konnte. Diese großartigen, hölzernen Wasserschöpfräder waren in der Stadt Hama, am Fluss Orontes in Betrieb.

Das Flusswasser wurde mit einem Damm aufgestaut und dann durch Schleusen in künstliche Kanäle geleitet. So wurde die zu den Rädern strömende Wassermenge reguliert.

Am Radkranz waren hölzerne Gefäße montiert. Das Wasser strömte gegen die Schaufeln des an der horizontalen Achse befestigten Rades. Dadurch wurde das Rad in Bewegung versetzt. Die Gefäße füllten sich beim Eintauchen mit Wasser. Dank der präzisen Konstruktion floss das Wasser erst beim Erreichen des höchsten Standes durch die Öffnungen in die Wasserleitung.

Die mehrstöckigen, gewölbten Wasserleitungen wurden so gebaut, dass sie, dank eines entsprechenden Neigungswinkels, das Wasser auch über weitere Entfernungen leiten konnten. Dadurch waren auch die Trinkwasserversorgung und die Bodenbewässerung der weiter entfernten Siedlungen gelöst.

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