Der Schleusenbetrieb

Der Schleusenbetrieb

In der Flussschifffahrt werden Wasserstandsunterschiede per Schleuse überwunden.

Erdkunde

Schlagwörter

Schleuse, reich verzierter Torbogen, Schleusenkammer, Schleusensystem, Verkehr, Wassertransport, Schifffahrt, Schiff, Fluss, Wasserstand, Höhenunterschied, Erdkunde

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3D-Modelle

Aufsicht

  • Unterwasser
  • Oberwasser
  • Schleusentor
  • Schleusenkammer

Flüsse mit starkem Gefälle überwinden auf kurzen Strecken große Höhenunterschiede und sind daher für die Schifffahrt gefährlich. Im Sinne einer sicheren Schifffahrt müssen diese Höhenunterschiede ausgeglichen werden. Zu diesem Zwecke werden Schleusen gebaut.

Schleusen bestehen aus, einer oder mehreren, durch Tore schließbaren Kammern. Die Kammern dienen dazu, die in ihnen befindliche Wassermenge und damit den Wasserstand, regulieren zu können. Wird ein Schütz geöffnet, so strömt Wasser vom höheren Wasserstand Richtung niedrigerem Wasserstand, und zwar so lange, bis der Wasserstand ausgeglichen ist. Ist dies geschehen, kann das Schleusentor geöffnet werden und das Schiff passiert. So bewegt es sich von einer Schleusenkammer zur nächsten.
Wenn das flussabwärts fahrende Schiff die Schleuse erreicht, ist der Wasserstand des Oberwassers höher, als der der ersten Schleusenkammer. Ihr Wasserstand muss also dem des Oberwassers angepasst werden, damit das Schiff durch das obere Tor in die Schleusenkammer einlaufen kann. Nachdem das obere Schleusentor geschlossen wurde, wird das Wasser solange abgelassen, bis der Wasserstand der zweiten Kammer erreicht ist. Jetzt kann das Tor zwischen den beiden Kammern geöffnet werden, damit das Schiff in die zweite Kammer einlaufen kann. Nach dem Schließen des Tores wird das Wasser soweit abgelassen, bis der Wasserstand des Unterwassers erreicht ist. Nun kann das Schleusentor geöffnet werden und das Schiff kann aus der Schleuse auslaufen.
Der Wasserspiegel wurde also von Stufe zu Stufe unter dem Schiff gesenkt. Den flussaufwärts laufenden Schiffsverkehr ermöglicht man dadurch, dass der Wasserstand in den Kammern nacheinander angehoben wird.

Seitenansicht

  • Unterwasser
  • Oberwasser
  • unteres Schleusentor
  • oberes Schleusentor
  • Schleusenkammer

Jetzt bekommst Du einen Einblick in die Funktionsweise der Schleuse. Du kannst beobachten, wie es geschafft wird, dass der Wasserpegel in der Schleusenkammer steigt, beziehungsweise sinkt. Wie Du siehst besteht das Schleusentor eigentlich aus zwei Teilen. Bisher hast Du nur den oberen Teil der Tore gesehen, jetzt kannst Du aber gut sehen, was mit dem Wasser in der Kammer geschieht. Das Schleusentor wird nur geöffnet, wenn der Wasserstand auf beiden Seiten des Tores gleich ist. Um Wasser aus der Schleusenkammer abzulassen wird das untere Tor geöffnet.
Dieses ist wie eine Treppe, seine Stufen flachen sich beim Öffnen ab, wie die Stufen einer Rolltreppe an deren Anfang und Ende. Die abgeflachten Stufen lassen das Wasser in Richtung des niedrigeren Wasserstandes abfließen. Dabei wird das Wasser aufgewühlt, wodurch die Schiffe schwanken. Deshalb muss man sich beim Schleusen gut festhalten, besonders auf kleinen Booten.

Frontalansicht

Jetzt schau Dir das Schleusen von Bord eines Schiffes an. Du fährst flussabwärts und kommst gerade an der Schleuse an. Du musst solange warten, bis die Lichtsignale anzeigen, dass die Schleusenkammer bereit für Dich ist. Da öffnet sich auch schon das Schleusentor und Du kannst es passieren. Wenn Du zurückblickst, dann siehst Du, dass das Tor sich auch schon hinter Dir schließt. Bald darauf merkst Du, dass der Wasserpegel sinkt, Du hast den Eindruck, dass die Wände neben Dir wachsen. Dabei sinkst Du in der Kammer, in der sich ja immer weniger Wasser befindet. Dann blinkt auch schon das Lichtsignal des nächsten Schleusentores, das sich öffnet und Dich in die nächste Kammer lässt. Das geht solange weiter, bis Du Dich auf dem Pegel des Unterwassers befindest.

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