Der Reiter von Madara

Der Reiter von Madara

Das sich in Bulgarien befindende außergewöhnliche Felsrelief entstand wahrscheinlich zur Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert.

Kunst

Schlagwörter

Reiter, Relief, Felsrelief, Gestein, Madara, Weltkulturerbe, Bulgarien, Mittelalter, mittelalterlich, Tengri, Mithra, Terwel, Justinian II., Krum, Omurtag, 7.-8. Jahrhundert, Kunstgeschichte, Symbol, Kunstwerk, Geschichte, Herrscher

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3D-Modelle

Felsrelief

  • Der Reiter von Madara - Das Relief, das in einen Felsen (in 23 Meter Höhe) gehauen wurde, befindet sich im Nordosten Bulgariens, bei der Siedlung Madara.

Der Reiter von Madara ist das einzige erhaltene Felsrelief aus dem Frühmittelalter in Europa. Es befindet sich im Nordosten Bulgariens auf dem Felsenplateau Madara. Das Relief befindet sich auf der Seite eines in 100 Meter Höhe befindlichen, fast vollständig senkrechten Felsens und wurde in einer Höhe von 23 Metern geschaffen. Es entstand vermutlich zur Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert.

Das Relief stellt den seinen Feind besiegenden, triumphierenden Herrscher dar. Die Komposition ist Experten zufolge als Symbol der Macht bzw. des ersten bulgarischen Staates anzusehen.

Die UNESCO nahm den Fundort 1979 in die Liste des Weltkulturerbes auf. Auf bulgarischen Geldmünzen prangte das Relief schon früher, und die bulgarische Bevölkerung entschied 2008, dass dieses zum Nationalsymbol gewordene Werk auch auf die zukünftigen Euromünzen geprägt werden sollt.

Interessant ist, dass einer der Berggipfel der Livingstone-Insel, die zu den antarktischen Südshetland-Inseln gehört, ebenfalls nach dem Fundort des Reliefs benannt wurde (Madara Peak).

Rekonstruktion

  • Reiter - Der reitende Held ist eine charakteristische Figur der Mythologie der Turkvölker und der Alanen.
  • Löwe - Symbolisiert den besiegten Feind.
  • Kelch - Versinnbildlicht den Rang des Herrschers.
  • Aufschrift - Es befinden sich mehrere teilweise erhaltene, griechische Texte aus dem Mittelalter in der Umgebung des Reliefs. Diese enthalten wichtige Informationen im Bezug auf die Geschichte Bulgariens des 8. und 9. Jahrhunderts.
  • Lanze
  • Hund
  • Pferd

Zum Relief gibt es zahlreiche Legenden. Viele identifizieren den Reiter von Madara als einen der wichtigsten Götter der Steppenvölker, Tengri. Andere sind der Meinung, dass der Reiter den alten persischen Gott Mithra symbolisiert. Einer der am weitesten verbreiteten Theorien zufolge ist der bulgarische Khan Terwel zu sehen.

Die die Komposition umgebenden, teilweise erhaltenen Inschriften bilden ebenfalls drei Gruppen. Der älteste eingemeißelte Textteil ist vermutlich zu Terwels Regierungszeit entstanden. Im Text taucht auch der Name des byzantinischen Kaisers Justinian II. auf. Die beiden anderen Inschriften stammen vermutlich aus der Zeit von Khan Krum (803-814) und Khan Omurtag (814-831).

Als Statue

Animation

Narration

Der Reiter von Madara ist das einzige erhaltene Felsrelief aus dem Frühmittelalter in Europa. Es befindet sich im Nordosten Bulgariens auf dem Felsplateu Madara. Das Relief befindet sich auf der Seite eines in 100 Meter Höhe befindlichen, fast vollständig senkrechten Felsens und wurde in einer Höhe von 23 Metern geschaffen. Es entstand vermutlich zur Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert.

Das Relief stellt den seinen Feind besiegenden, triumphierenden Herrscher dar. Zum Relief gibt es zahlreiche Legenden. Viele identifizieren den Reiter von Madara als einen der wichtigsten Götter der Steppenvölker, Tengri. Andere sind der Meinung, dass der Reiter den alten persischen Gott Mithra symbolisiert. Einer der am weitesten verbreiteten Theorien zufolge ist der bulgarische Khan Terwel zu sehen.

Die UNESCO nahm den Fundort 1979 in die Liste des Weltkulturerbes auf. Das außergewöhnliche Relief wurde in den letzten Jahrzehnten zu einem nationalen Symbol Bulgariens.

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