Das Stift Melk (Österreich)

Das Stift Melk (Österreich)

Das 900 Jahre alte Benediktinerstift in Melk liegt am rechten Ufer der Donau.

Kunst

Schlagwörter

Melk, Wachau, Abtei, Kloster, Kirche, Gebäude, Architektur, Lambach, Rudolf IV., Mönch, Österreich, Benediktinerorden, Weltkulturerbe, Leopold II., Donau, Marmorsaal, Konzil von Konstanz, Bibliothek

Verwandte Extras

3D-Modelle

Stift Melk

  • Donau - Der zweitlängste Fluss Europas (2850 km). Sie entspringt im Schwarzwald und mündet im Schwarzen Meer (auf dem Gebiet Rumäniens und der Ukraine). Der österreichische Abschnitt ist 351 km lang.
  • Bibliothek - Sie verfügt über einen Bestand von ca. 100.000 gebundenen Büchern. Außerdem werden hier 1888 Handschriften aufbewahrt, von denen mehrere aus dem 9. Jahrhundert stammen.
  • Stiftskirche - Eines der schönsten Barockgebäude Österreichs. Ihre Schutzheiligen sind der Heilige Petrus und der Heilige Paulus.
  • Klosterzellen - Seine ersten Bewohner waren Benediktinermönche aus Lambach, die am 21. März 1089 in das auf den Bergen erbaute Kloster einzogen.
  • Türme
  • Ostfassade - Früher begrüßten die Äbte vom Balkon über dem Tor aus die Gäste. Auf beiden Seiten des Balkons stehen die Statuen der beiden Schutzheiligen der Kirche, Sankt Petrus und Sankt Paulus.
  • Park
  • Haupttor - Es wurde 1718 erbaut und blickt nach Osten. Auf der einen Seite steht die Statue vom Heiligen Leopold, auf der anderen Seite die des Heiligen Koloman.
  • Basteien - Die Südliche wurde als Hauptbestandteil des Verteidigungssystems, und die Nördliche aufgrund der Symmetrie, erbaut.
  • Prälatenhof - Er ist trapezförmig und ist 84 m lang sowie 42 m breit. In der Mitte steht der vom Stift Waldhausen im 19. Jahrhundert erworbene Brunnen.
  • Kaiserlicher Wohnbereich - Der im ersten Stockwerk befindliche, 196 m lange Kaisergang verläuft von der Südfront des Hauses bis fast an sein gegenüberliegendes Ende. Auf diesem Korridor liegen die einstigen Kaiserzimmer.
  • Marmorsaal - Die mit dem kaiserlichen Wohnbereich verbundene und als Festsaal genutzte, beziehungsweise als Esszimmer dienende Räumlichkeit wurde für den Kaiserlichen Hof und dessen Gäste ausgestaltet.
  • Balkon - Befindet sich vor der Westfassade der Kirche. Er verbindet den Marmorsaal mit der Bibliothek. Von ihm bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Donau.
  • Benediktihalle - Es ist zweistöckig, seine Fresken zeigen den Ordensbegründer, den Heiligen Benedikt.

Das zum Benediktinerorden gehörende Stift Melk befindet sich in Österreich. Seine nahezu tausendjährige Geschichte ist reich an interessanten und wichtigen Ereignissen.

In der Zeit des Investiturstreits ließ der österreichische Markgraf Leopold II. das Kloster auf einem Berg neben der Donau errichten.
Seine ersten Bewohner waren Lambacher Mönche, die 1089 einzogen. Durch das Wormser Konkordat von 1122 wurde das Kloster direkt dem Papst unterstellt.
Durch die Feuersbrunst im Jahre 1297 wurde beinah der gesamte Gebäudekomplex gemeinsam mit der wertvolle Handschriften bewahrenden Bibliothek zerstört. Im 14. Jh. wurde das Kloster von erneuten Schicksalsschlägen heimgesucht.
Das einzige positive, doch dafür umso größere Ereignis dieser Zeit fand im Jahr 1362 statt. Herzog Rudolf IV. spendete eine fantastische Fassung zur Aufbewahrung der bestbehüteten Reliquie des Klosters (ein blutiges Stück aus dem Kreuz Jesu). Das Geschenk war ein aus Gold gefertigtes, mit Edelsteinen verziertes, ca. 60 cm hohes Kreuz (Melker Kreuz).
Der zu Beginn des 15. Jahrhunderts tagende Konzil von Konstanz entschied sich auch für die Reformierung des Benediktinerordens. Dieses Kloster wurde das Musterbeispiel (und der Namensgeber) der sich ausbreitenden Klosterreform. Parallel dazu wurde das Stift Melk zu einem kulturellen Zentrum.
Das 16. Jh. brachte erneut (aufgrund der Reformation und der Gefahr durch die Türken) eine Zeit des Niedergangs. Doch zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Melk, in erster Linie dank des Wirkens einiger ausgezeichneter Äbte, neu zum Leben erweckt. Es entstand erneut eine blühende Ordensgemeinschaft, die mit der Zeit zum regionalen Zentrum der Gegenreformation wurde.
Der Aufschwung setzte sich auch im 18. Jh. fort. In der Zeit des barocken Neubaus erhielt der Gebäudekomplex des Stiftes sein weitbekanntes Aussehen. Auch auf den Gebieten der Wissenschaft und Musik blühte in dieser Zeit das Klosterleben.

Haupteingang

  • Ostfassade
  • Kopie des Melker Kreuzes - Das Original war 60 cm hoch und wurde aus Gold und Silber gefertigt. Seine Rückseite war mit Perlen und Edelsteinen verziert.
  • Hof
  • Haupttor
  • Türme
  • Statuen

Prälatenhof

  • Klosterzellen
  • Stiftskirche
  • Kuppel - Sie ist 64 m hoch.
  • Prälatenhof

Stiftskirche

  • Bibliothek
  • Türme - Sie wurden nach der Brandkatastrophe von 1738 bereits mit Stilmerkmalen aus dem Rokoko restauriert. Auf dem, zwischen ihnen befindlichen, dreieckigen Giebel ist der auferstehende Christus in Begleitung zweier Engel zu sehen.
  • Westfassade - An ihr befinden sich die Statuen der zwei Schutzheiligen, des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus. Über dem Eingang sind der Heilige Michael und ein Schutzengel zu sehen.
  • Marmorsaal

Die Kirche des Melker Stifts ist eines der großartigsten barocken Gebäude Österreichs.
Als Teil des Neubaus im 18. Jh. wurde die neue Kirche 1736 fertiggestellt. Doch zwei Jahre später wurden ihre beiden Türme bei einem Brand zerstört.
Der Wiederaufbau enthielt bereits Stilmerkmale des Rokoko.
Die Stiftskirche wurde 1746 geweiht. Ihre Schutzheiligen sind der Heilige Petrus und der Heilige Paulus.
Die Kirche ist ein riesiger tonnengewölbter Saalbau, in dem Kapellnischen und Emporen ausgestaltet wurden. Ihre Tambourkuppel ist 64 m hoch. Der Haupteingang des Gebäudes befindet sich auf der Westseite. An der Fassade sind die zwei Schutzheiligen und über dem Eingang der Heilige Michael und ein Schutzengel zu sehen. Auf dem Giebel zwischen den Türmen ist der auferstehende Jesus in Begleitung zweier Engel zu sehen.
Die größte, 7840 kg schwere Glocke der Kirche trägt den Namen Petrus und Paulus (Vesperin). Die größte Glocke Niederösterreichs erklingt jeden Freitag zur Sterbestunde Jesu (15 Uhr). Das Glockenspiel baut auf dem für den Barock typischen Dreiklang auf.

Animation

  • Bibliothek - Sie verfügt über einen Bestand von ca. 100.000 gebundenen Büchern. Außerdem werden hier 1888 Handschriften aufbewahrt, von denen mehrere aus dem 9. Jahrhundert stammen.
  • Klosterzellen - Seine ersten Bewohner waren Benediktinermönche aus Lambach, die am 21. März 1089 in das auf den Bergen erbaute Kloster einzogen.
  • Kaiserlicher Wohnbereich - Der im ersten Stockwerk befindliche, 196 m lange Kaisergang verläuft von der Südfront des Hauses bis fast an sein gegenüberliegendes Ende. Auf diesem Korridor liegen die einstigen Kaiserzimmer.
  • Marmorsaal - Die mit dem kaiserlichen Wohnbereich verbundene und als Festsaal genutzte, beziehungsweise als Esszimmer dienende Räumlichkeit wurde für den Kaiserlichen Hof und dessen Gäste ausgestaltet.
  • Balkon - Befindet sich vor der Westfassade der Kirche. Er verbindet den Marmorsaal mit der Bibliothek. Von ihm bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Donau.
  • 320 m
  • 64 m
  • Ostfassade
  • Kopie des Melker Kreuzes - Das Original war 60 cm hoch und wurde aus Gold und Silber gefertigt. Seine Rückseite war mit Perlen und Edelsteinen verziert.

Narration

Das Stift Melk befindet sich in Niederösterreich, auf einem Berg am rechten Ufer der Donau. Das Kloster wurde vom österreichischen Markgrafen Leopold II. gegründet.
Die ersten Bewohner des zum Benediktinerorden gehörenden Stifts zogen 1089 ein. Die außerordentlich bewegte Geschichte des Klosters umfasst also beinahe 1000 Jahre.

Die Hauptachse des Anfang des 18. Jahrhunderts im Barockstil neu errichteten, wundervollen und riesigen Gebäudekomplexes ist 320 m lang.

Der Haupteingang befindet sich auf der Ostseite. Vom Haupttor aus gelangen wir in einen kleineren Hof, der von der Ostfassade abgeschlossen wird. Der nächste Bereich ist der Prälatenhof, der von Süden her vom 240 m langen Südflügel abgeschlossen wird.

In diesem Teil fanden der kaiserliche Wohnbereich und auch der berühmte Marmorsaal Platz. Letzteren verbindet ein über ein großartiges Panorama verfügender, vor der Westfassade verlaufender Balkon mit der Bibliothek. Auch die Bibliothek des Klosters ist weltberühmt, in ihr werden zahlreiche wertvolle Bände und alte Handschriften aufbewahrt.

Auf der Nordseite des Stifts befinden sich die Klosterzellen, also der Privatbereich der Mönche und andere Räumlichkeiten.

Die Stiftskirche ist eine der großartigsten Barockbauwerke Österreichs.
Sie ist ein riesiger tonnengewölbter Saalbau, in dem Kapellnischen und Emporen ausgestaltet wurden. Ihre Tambourkuppel ist 64 m hoch. Die Kirche wurde 1746 geweiht. Ihre Schutzheiligen sind der Heilige Petrus und der Heilige Paulus.

Der Gebäudekomplex des Stifts Melk durfte 2000 den ihm gebührenden Platz unter den Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes einnehmen. Interessant ist, dass das National Geographic Traveler Magazin dem Kloster 2008 den Titel „Das beste historische Reiseziel der Welt“ verliehen hat.

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