Das Stammlager Auschwitz I

Das Stammlager Auschwitz I

Das Konzentrationslager war das administrative Zentrum eines riesigen Lagerkomplexes.

Geschichte

Schlagwörter

Auschwitz, Konzentrationslager, Vernichtungslager, Holocaust, Völkermord, Gaskammer, Hitler, Jude, Rom, Krematorium, SS, Kriegsverbrechen, Deportation, Arbeit macht frei, Baracke, Oświęcim, Häftling, Lager, Hinrichtung, Kriegsgefangener, Nationalsozialismus, Höß, Hoess, Liebehenschel, Stacheldraht, Baer, Mengele, Tod, Geschichte, Arbeitslager, Deutschland

Verwandte Extras

3D-Modelle

Vogelperspektive

  • Aufnahmegebäude
  • elektrischer Zaun
  • Haupttor
  • Wachraum
  • Wohngebäude
  • Gaskammer und Krematorium
  • SS Krankenhaus
  • Lagerverwaltung
  • Lagerkommandantur
  • Block Gebäude
  • Lagerküche
  • Wäscherei, Lager
  • Gefängnis
  • Todeswand

Eingang

Wachturm

Betonzaun

Gaskammer

Todeswand

Massengrab

Animation

Spaziergang

Narration

Die südpolnische Kleinstadt Oswiecim liegt westlich von Krakau. Die Ortschaft wurde im November 1939 von der Wehrmacht besetzt und in das nach Osten expandierende Dritte Reich einverleibt. Die Nazis errichteten im darauf folgenden Jahr in der Umgebung mehrere Konzentrationslager und ein Vernichtungslager. Der Lagerkomplex wurde nach dem deutschen Ortsnamen Auschwitz benannt.

Das administrative Zentrum des Komplexes war das sogenannte Zwangsarbeitslager Auschwitz I. Das sich über ein riesiges Gebiet erstreckende Lager wurde im Mai 1940, unter Verwendung einer noch während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gebauten Kaserne, errichtet.

Das Lagergelände war von Beton- und Stacheldrahtzäunen umschlossen. Die Eintönigkeit des Zaunes wurde lediglich durch Wachtürme unterbrochen. Die so gebildete Sicherheitszone war praktisch unmöglich zu überwinden.

Die Häftlinge betraten das Lager durch das Haupttor mit der berüchtigten Aufschrift „Arbeit macht frei“. Meistens verrichteten sie Tag für Tag außerhalb des Lagers landwirtschaftliche oder Bauarbeiten, doch die Toraufschrift erwartete sie jeden Abend, samt Blaskapelle, zurück…

In dem Lager wurden gleichzeitig 15 bis 20 Tausend Menschen unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten. Die SS-Wachen und die aus den Häftlingen rekrutierten sogenannten Kapos behandelten die im Lager lebenden, hauptsächlich polnischen und sowjetischen Gefangenen mit außerordentlicher Grausamkeit. Die Lagerinsassen waren in den umgebauten, fast unmöblierten, kalten Kasernengebäuden, in Blöcken, untergebracht.

Das Andenken an die Gewalt wahrt der berüchtigte Block 11, ein Gefängnis im Gefängnis, wo diejenigen eingesperrt wurden, die gegen die strengen Regeln verstießen. Nach Quellen wurden hier die ersten Zyanid-Versuche durchgeführt, die mehrere Hundert Menschenleben auslöschten. Die Häftlinge fielen aber nicht nur dem Block 11, sondern auch der sogenannten Todesmauer zum Opfer. An der dort errichteten Mauer verloren ebenfalls zahlreiche Häftlinge ihr Leben.

Auch außerhalb des Zaunes gab es schreckliche Orte. Die Gaskammern gehören zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. In ihnen wurden in der ersten Hälfte der 1940er Jahre Tausende Menschen vergast. Die im Lager und in der Gaskammer Ermordeten wurden menschenunwürdig in Massengräbern verscharrt.

Ebenfalls außerhalb des Zaunes befanden sich die Wohngebäude der SS-Angehörigen sowie das Haus des Lagerkommandanten. Diesen Posten hatte bis 1943 der SS-Hauptsturmführer Rudolf Höß inne. 1947 wurde Höß als Kriegsverbrecher zum Tode durch den Strang verurteilt und neben dem Auschwitzer Krematorium, mit dem Gesicht zum Schauplatz seiner Gräueltaten, hingerichtet.

Heute dient der ehemalige Lagerkomplex als Gedenkstätte, Museum und gleichzeitig als Begegnungsstätte zum Gedenken an die Opfer.

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